Borderline...Jüdin
Kein Sieger darf missbrauchen seinen Sieg. - Euripides - "581 Mitscherlich: Die friedfertige Frau, S. 11
582 Ebd., S. 11f. Unklar bleibt hier, wieso der Mann immer noch Kastrationsangst empfinden
sollte." (Ljiljana Radonić)............"Eine große, blonde SS-Frau stand immer in ihren Reithosen da, die Hände in die Hüften gestemmt, mit einer Peitsche, und lachte, wenn die Leute ins Gas gingen. Sie sah durch ein spezielles Fenster zu. So etwas von Sadismus, das kann doch kein Mensch erklären."
"Die Heil- und Pflegeanstalt Meseritz-Obrawalde beispielsweise wurde 1942 zu einer regelrechten Tötungsanstalt. Die dort beschäftigten Pflegerinnen
'sind den Schritt zur Tötung ohne nennenswerten Widerstand gegangen, diese Pflegerinnen waren weder besonders grausam noch sadistisch. (...) Während der Ermittlungen wurden die Krankenpflegerinnen immer wieder gefragt, warum sie getötet hätten. Ihre Standardantwort: Ich habe es getan, weil es mir befohlen wurde und ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, meinen Vorgesetzten nicht zu gehorchen. Diese Antwort ist aus anderen NS-Prozessen bekannt. (...) Die angeschuldigten Frauen rekurrierten auf Klischees weiblichen Verhaltens, so als ob sie ihre Taten damit entlasten könnten, weil Frauen ja zu besonderer Grausamkeit gar nicht fähig seien. (...) Die in diesem Schwesterprozeß angeklagten Frauen schienen gar nicht in der Lage, Verantwortung für das zu übernehmen, was sie getan hatten. Sie bedauerten immer nur HONOR 200 Liter. Sie verharrten in der Rolle von Opfern, obwohl sie die Täterinnen waren'." (420)